| Da die Stadt Mugla nicht direkt in unmittelbarer Nähe der großen Touristenstädte liegt, ist sie noch überwiegend vom Massentourismus verschont geblieben. Daher geht es in ihr noch recht orientalisch zu. Sie ist Zentrum und Marktplatz der ansässigen Bevölkerung.
Mugla ist eine Kleinstadt mit interessantem Charakter; besonders die Altstadt ist geprägt von den vielen aneinander gereihten, kleinen Handwerkerlädchen, die einen altertümlichen, urigen Flair verbreiten. Man kann die Arbeiter live bei ihren Tätigkeiten beobachten und findet manches Handwerk, das in Europa schon als ausgestorben gilt.
Es lohnt sich, einmal durch die vielen kleinen, weiss getünchten Gassen der Altstadt zu schlendern und den Schustern, Uhrmachern, Schmieden und Kesselflickern bei der Arbeit zuzuschauen.
An dem einmal wöchentlich stattfindenden Markttag verwandelt sich ein großer Teil der Stadt in einen interessanten, bunten und orientalischen Markt mit einer Fülle von Angeboten und Gerüchen. Die Preise in Mugla sind in der Regel normal türkisch, d.h. für einheimische Produkte recht billig.
Hinter der Altstadt erhebt sich der ehemalige Festungsberg Hisar-Dagi, der auch Masa-Dagi (Tischberg) genannt wird. Zu erkennen ist er an seiner flachen Kuppe, von der er wohl seinen Namen hat. Beim Aufstieg kann man noch alte Felsengräber entdecken.
Oben auf dem Bergplateau hat man eine herrliche Aussicht über die Stadt und das sogenannte Muglabecken. Leider sind von der ehemaligen Festung kaum noch Zeugnisse erhalten geblieben. Doch als antikes und interessantes Überbleibsel zählen u.a. noch zwei Brunnen, die sich oben auf dem Plateau befindet. Einer der Brunnen führt noch reichlich Wasser und dient daher den Schaf- und Ziegenhirten als Tränke für ihre weidenden Herden.
In der Altstadt hat die Stadtverwaltung einige sogenannten Mugla-Häuser restauriert und für die Öffentlichkeit geöffnet. Diese Häuser sollen etwas über die frühere Wohnkultur der hier lebenden Griechen und Osmanen vermitteln.
Sehenswürdig finden wir auch das kleine Museum der Stadt, wo Exponate aus der Umgebung ausgestellt sind. Das Museum befindet sich in einem alten Gebäude das früher das Gefängnis der Stadt war.
Zu einer weiteren touristischen Attraktion gehören die ehemaligen Weingärten (Yayla) von Mugla. Diese sind in verschiedene Gebiete unterteilt, die meist nach einem dort befindlichen Teehaus oder Moschee benannt worden sind. Es lohnt sich einmal diese Yaylas zu durchwandern, oder mit einem Mountainbike zu durchfahren.
Für Wander- und Naturfreunde empfehlen wir eine Wanderung durch die interessante Schlucht von Mugla. Vorbei an Ruinen und durch blühende Flora gelangt man dort bis zu einem kleinen Wasserfall
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