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Geschichte
Man nimmt an, dass die ersten Ansiedlungen in der Region im Bronzezeitalter (3 500 - 2 000 v.Chr.) erfolgten. Im Altertum war ein großer Teil der Region Mugla als das Gebiet der Karier bekannt. Dieses Gebiet wurde im Norden von dem Fluss Büyük Menderes, im Süden von dem Dalaman-Fluss begrenzt. In diesem Gebiet liegen heute Mugla als Zentrum, Kavaklidere, Yatagan, Ula, Marmaris, Köyecegiz, sowie die Kreise Bodrum und Milas. Das Gebiet der Karier wurde im Osten von den Frigiern, im Norden von den Lydiern und im Südosten von den Lykiern begrenzt. Die Landkreise Dalaman und Fethiye im Regierungsbezirk Mugla lagen innerhalb des Gebietes der Lykier.
Der Name Karier stammt von dem Wort "Kar", die einheimische Bevölkerung des Gebietes waren die Luvier. Es ist bekannt, dass die Luvier seit 2 000 v.Chr. in diesem Gebiet lebten. In der luvischen Sprache bedeutet das Wort "Kar" Berggipfel oder Spitze. In der hellenistischen Mundart bedeutet Karien "Das Land der Berggipfel". Die Karier rechneten sich selbst den Anatoliern zu. Die schriftlich dokumentierte Geschichte der Region beginnt mit dem berühmten Historiker des Halikarsassos, Herodot. Nach Herodot kamen die Karier von den Ägäischen Inseln, ließen sich in dem Gebiet nieder und verschmolzen mit der einheimischen Bevölkerung. Kurz gesagt, das einheimische Volk vermischte sich mit den Einwanderern und sie bildeten seit 1 000 v.Chr. das Volk der Karier.
Die karischen Städte gerieten im 6. Jahrhundert v.Chr. unter die Hoheit des lydischen Staates. Im Jahre 540 v.Chr. gewannen die Perser die Souveränität über das Gebiet. Diese Herrschaft dauerte 200 Jahre an, wenn es auch hin und wieder Aufstände gab oder zu Kriegen zwischen Persern und Lydiern oder Persern und Helenen kam. Sowohl in der Epoche der Lydier wie der Perser war die ausgeübte Herrschaft nicht von strenger Hand. Denn das Gebiet wurde in Form von Regierungsbezirken verwaltet, die halbautonom von dem Reich des herrschenden Staates waren.
Im Jahr 334 v.Chr. viel das Gebiet der Karier in die Hände Alexander des Großen, des Königs von Mazedonien, wobei ein großer Teil der Städte, vor allem Halikarnassos (Bodrum), durch Brände zerstört wurden. Im 3. Jahrhundert v.Chr. wurde das Gebiet eine kurze Zeit lang von den Ägyptern beherrscht, ab dem Jahre 192 v.Chr. wurde es Teil des Römischen Reiches. In der Zeit der anatolischen Fürstentümer gewann das Fürstentum der Menteseogullari über rund 200 Jahre (1261-1451) die Kontrolle über das Gebiet der Karier. Die Menteseogullari wählten die Festung Beçin in der Nähe von Milas als ihr Verwaltungszentrum. Im Jahre 1451 begann die Herrschaft des Osmanischen Reiches, wovon Bodrum jedoch ausgenommen war. Im 15. Jahrhundert wurde Halikarnassos (Bodrum) zum Stützpunkt für die Kreuzritter auf Rhodos, so dass das Gebiet der Karier erst ab der Kanuni-Epoche gemeinsam mit Rhodos zum Osmanischen Reich zählte.
Zum Ende des 19. Jahrhundert gehörte das Gebiet, dessen Bevölkerung zum Teil aus Griechen bestand, zu dem Bezirk Mentese, der dem Regierungsbezirk Aydin unterstand. Zwischen dem 11.Mai 1919 und dem 5.Juli 1921 besetzten die Italiener das Gebiet und nach Gründung der Türkischen Republik wurden alle Bezirke des Osmanischen Reiches zu Landkreisen, im Zuge dessen der Name "Mentese" in Mugla geändert wurde. Der antike Name könnte Mobola, Mogola oder Mobolia gewesen sein, darüber jedoch sind sich die Gelehrten nicht ganz einig.
Im Jahre 1923 mussten die hier lebenden Griechen in Folge des Bevölkerungsaustausches mit Griechenland die Türkei verlassen.
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