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Knidos, Alt-Datça und seine Windmühlen
Die ältesten Funde, die man auf der Halbinsel Datça sichern konnte, gehen auf das 2. Jahrtausend v.Chr. zurück. Die Karier waren wohl das erste Volk das hier lebte. Die glorreichste Epoche erlebte man jedoch in der Zeit der Doren. Diese sind im 1. Jahrtausend von Trakien aus über Griechenland hier eingewandert. Bei dem heutigen Ort Burgaz (1,5 KM Nordöstlich von Datça) haben sie Knidos gegründet. Knidos wird Zentrum der dorischen Zivilisation. Im 4. Jahrhundert v.Chr. wurde Knidos aus handelstechnischen Gründen an die Spitze der Halbinsel verlegt, wo man heute seine stattlichen Ruinen besichtigen kann. Die Doren und Römer haben zahlreiche Tempel im neuen Knidos gebaut. In Byzantinischer Zeit hat man dann an Stelle der Tempel Kirchen errichten lassen. Etwa 70.000 Einwohner zählte die Stadt zu dieser Zeit (heute unter 15.000!). Gegen Ende dieser Epoche jedoch verlor die Stadt, einerseits durch Erdbeben, anderseits durch Piratenüberfälle, an Stärke und man räumte sie vollständig.
Das Besondere an der Halbinsel Datça ist, dass die eine Seite am Ägäischen, die andere am Mittelmeer liegt. Bei Knidos kann man deshalb sowohl im Ägäischen als auch im Mittelmeer baden. Die Halbinsel Datça ist berühmt für seine saubere Luft. Ständig wehen irgendwelche, manchmal recht kräftige Winde hier. Deshalb veranlasste es wohl die Griechen an der windigsten Ecke bei Datça einige Windmühlen zu errichten. Viele Legenden ranken sich um das gesundmachende Klima auf dieser Halbinsel, so dass sogar Leprakranke hier wohl geheilt worden sind.
Alt-Datça, ein ehemaliges griechisches Dorf, ist zu einem Rückzugsort für Intellektuelle und Künstler geworden. Dieses Dorf ist wirklich einzigartig restauriert worden, d.h. wird noch restauriert. Im Ort findet man eine Silberschmiede und eine Teppichknüpferei, wo man den Arbeiterinnen teilweise bei der Arbeit zuschauen kann. Ein Spaziergang durch Alt-Datça lohnt sich auf jeden Fall! Vergessen sie auch nicht die Windmühlenruinen, bevor man nach Datça kommt, zu besichtigen. Zwei Windmühlen sind schon von privater Hand sehr schön restauriert worden. Eine der Windmühlen soll zu einem Restaurant umfunktioniert werden. Genießen sie auch den Wind der ihnen in Datça, manchmal doch recht kräftig, um die Ohren pfeift!
Nachdem man seine Entdeckungsreisen in Knidos und Datça beendet hat, sollte man sich auf jeden Fall noch ein Bad in einem der schönen Buchten auf der Halbinsel können.
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