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Laodizea

Laodizea liegt etwa 10 km südlich von Pamukkale und 5 km nördlich von Denizli. Von Mugla aus erreicht man sie nach etwa 165 km. Laodizea erstreckt sich zwischen den Ortschaften Eskihisar und Goncali, sowie zwischen den Bächen Asopos und Kaspros.

Laodizea wurde an der Stelle einer älteren Siedlung, die zuerst Diospolis und später Rhoas hieß, von Antiochos II. von Syrien (261-246 v.Chr.) gegründet und nach seiner Schwester-Gemahlin Laodike benannt. Aus dem Syrischen Reich ging die Stadt wohl nach dem Frieden von Apameia (188 v.Chr.) in das Pergamenische und aus diesem in das Römische Reich über.

Laodizea war die Hauptstadt der Provinz Prygiens. Durch Handel, besonders aber durch ihre Woll- und Tuchindustrie wurde sie eine der reichsten Städte Kleinasiens. Nach dem verheerenden Erdbeben des Jahres 60 n.Chr. bauten die Bürger ihre Stadt aus eigenen Mitteln wieder auf.

Viele Philosophen der zweiten sophistischen Schule sind aus ihr hervorgekommen. Auch entwickelte sich ein blühendes Handwerk, man verarbeitete Wolle, stellt eine besondere Art von Kleidung, sowie ein Spezialpulver zur Augenpflege her (Anspielungen darüber finden wir in der Bibel: Offenbarung 3:13-22).

Das Christentum verbreitete sich ziemlich schnell unter der Bevölkerung, zu der auch eine jüdische Gemeinde gehörte: In der Offenbarung (Apokalypse) der Bibel wird sie zu den sieben Gemeinden der Sendschreiben gezählt.

Nach der Eroberung durch die Seldschuken am Ende des 11. Jahrhunderts verödete Laodizea allmählich und wurde im 13. Jahrhundert von seinen Einwohnern verlassen. Die erhaltenen Baureste stammen aus römischer oder späterer Zeit.

Seit dem Jahre 2002 sind mit Ausgrabungen auf dem Gelände der Ruinenstadt begonnen worden.

Lage Äquadukt
Geschichte Stadion
Marmorstrasse
Marmorstrasse
Christentum Klettern über Ruinen
Sitzreihen des großes Theater mit Blick auf Pamukkale Rast im Theater
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