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Laodizea Laodizea

Hierapolis-Pamukkale

Die heute "Pamukkale" genannte Stätte des antiken Hierapolis liegt etwa auf der Grenze zwischen Karien, Lydien und Prygien. Von Mugla aus ist sie etwa 175 km und von Denizli, der am nächst gelegenen Stadt, 10 km entfernt. Denizli ist gleichzeitig die Provinzhauptstadt der Region.

Von der Geschichte Hierapolis, das wohl früher an einer Karawanenstraße lag, ist bis zur hellenistischen Epoche recht wenig bekannt. Man vermutet, dass manches von ihrer Vergangenheit unter den Kalksinterterassen verborgen liegt. Bis vor der Schlacht im Jahre 190 v.Chr., die zwischen den Römern und Antiokhos stattfand, gab es an der Stelle, wo Hierapolis sich befindet, keinen Siedlungsort. Wohl gab es einen Tempel, der zu Ehren der schon damals vorhandenen Thermalquelle errichtet worden ist. Dieser Tempel, den man Hieron nannte, war in den Anfangsjahren höchstwahrscheinlich das Heiligtum von dem 8 km entfernt liegenden Laodizea.

Die Stadt, von den Römern gefördert, entwickelte sich langsam um den Tempel herum und wurde wie der Tempel "Hieron" genannt. Unter der Herrschaft der Römer, von 133 v.Chr. an, begann eine Periode des Reichtums und Wohlstandes. Obwohl die Stadt durch schwere Erdbeben in den Jahren 17 n.Chr. und 60 n.Chr. (unter Kaiser Nero) fast vollständig zerstört wurde, erreichte sie, nach ihrem Wiederaufbau im 2. und 3. Jahrhundert n.Chr., ihren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Höhepunkt. Insbesondere die Regierungszeit von Septimus Sverus und Caracalla bezeichnet man als "die goldene Blütezeit" der Stadt.

In der römischen Zeit betrug die Bevölkerungzahl, die sich überwiegend aus Griechen, Römern und Juden zusammensetzte, 100 000 Menschen. Eine starke Judengemeinde veranlasste ein frühes Eindringen des Christentums in Hierapolis (Bibel/Kolosser 4:13), wo der Apostel Phillip im Jahr 80 n.Chr. den Märtyrertod starb. Ihm wurde später eine Kirche geweiht, das sogenannte "Märtyrium des Philipe". In Byzantinischer Zeit wurde die Stadt Hierapolis zum Bischofssitz. In dieser Zeit (12. Jh.n.Chr.) wurde auch eine Festung erbaut, welche das Tal und die Baumwollplantagen beschützte; daher erklärt sich auch der neuere Name der Stadtsiedlung: Pamukkale (Baumwollfeste, oder -schloß)

Die Kalksinterterassen von Pamukkale sind ein einzigartiges Naturwunder, welches man nirgendwo anders auf der Welt findet. Der Sinterkalk stammt von einer warmen Quelle, die große Mengen gelösten Kalziumkarbonats enthält. Wenn das Thermalwasser aus seiner Quelle herausquillt und sich vom Druck der Gase befreit, breitet es sich auf der Erdoberfläche aus, wobei das in ihrem Gehalt konzentrierte Gas, die Kohlensäure (CO²), entweicht.

Auf diese Weise sammelt sich das im Wasser enthaltene Kalziumkarbonat am Grunde an, was im Laufe der Zeit die interessanten, weiß schimmernden Formen der Travertinen bildet. Dadurch hat dieses Thermalwasser im Laufe der Jahrhunderte soviel Kalkablagerungen gebildet, dass in seinem Flussbett dicke Terassen enstanden. Die Travertinen bestehen aus verschiedenen großen halbmondförmigen seichten Teichen, die Stufe um Stufe terassenartig hinuntergehen und mit den wunderbar aussehenden Stalakiten miteinander verbunden sind. Besonders in den Morgen- und Abendstunden bietet es dem Betrachter ein herrliches Panorama.

Die terassenartigen Gebilde erreichen eine Größe von 2.000 Meter Länge und eine durchschnittliche Breite von 300 Metern und sind von der unteren Ebene ca. 100 Meter höher. Das Wasser der Thermalquelle hat an der Oberfläche eine Temperatur von 35°C. Pro Sekunde entspringt der Quelle 250 Liter Wasser, das heißt an einem Tag 2.160.000 Liter. Wenn dieses Wasser verdunstet, hinterlässt es pro Liter 2,20 Gramm Kalkablagerung. Das bedeutet pro Tag 4.752 kg, pro Jahr 1.710.000 kg und in 1000 Jahren rund 25 Millionen Tonnen. Die Wasseraussprungsmenge hat sich von Zeit zu Zeit, besonders nach den großen Erdbeben, verändert. Manche Quellen sind sogar ausgetrocknet, andere aber in ihrer Nähe wieder neu entstanden. Das Thermalwasser wird heute, wie auch schon in der Antike, zu Heilzwecken genutzt.

Lage Grab in einer Kalksinterterasse
Geschichte Viele der Gräber sind noch nicht ausgegraben
Stadttor
Ladenstrasse
Stadion
Bischofssitz
Theater
Pamukkale Bühne des Theaters
Märtyriumskirche des Phillipus
Messianisches Judenkreuz
Kalksinterterassen
Fußbad in den Terassen
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